Karl-Leisner-Verein zur Förderung der überlieferten Liturgie in Kleve

Unser Verein wurde im Juli 2016 als Reaktion auf die im Dezember 2015 erfolgte Absetzung der seit 2007 in der Herz-Jesu-Kirche in Kleve gefeierten Alten Messe gegründet (http://www.summorum-pontificum.de/meldungen/d-a-ch/868-der-propst-der-goettlichen-barmherzigkeit.html). Nach einigem Briefwechsel mit dem Bistum Münster und einem Gespräch mit Vertretern des Bischofs wurde uns die Möglichkeit gegeben, die von uns gewünschte heilige Messe in Frasselt zu feiern. Hier erfolgte die erste Feier dieser heiligen Messe im September 2016.

Karl Leisner ist ein seliger Märtyrer der katholischen Kirche, der mit seiner Familie im Alter von sechs Jahren nach Kleve zog. Nach seiner Weihe zum Diakon durch den Bischof Clemens August Graf von Galen am 25.3.1939 wurde er am 9. November wegen seiner Kritik an den Machthabern verhaftet und in ein Konzentrationslager verbracht.

Am 17.12.1944 wurde Karl Leisner vom ebenfalls inhaftierten Bischof Gabriel Piguet zum Priester geweiht. Seine Primizfeier (die "Alte Messe") am 26.12.1944 blieb die einzige Messe, die Karl Leisner als Priester feierte.

                                                                Wenige Monate nach der Befreiung verstarb Leisner am 12.08.1945.

Hieran orientiert sich auch unser Vereinswappen. Auf die Primizfeier von Karl Leisner beziehen sich die lateinischen Worte "Uti primam, uti unicam, uti ultimam" (die Erste, die Einzige und die Letzte). Entworfen wurde es von Pfarrer Albert Lütkebohmert, bis 2017 Pfarrer in der St.-Mariä-Himmelfahrt-Gemeinde in Kleve. Sehr schön erkennt man die mit Ketten gefesselten Hände, die den Kelch erheben. Die Form des Wappens und seine Farbe entsprechen dem Stadtwappen von Kleve, einer alten Herzogsstadt.

Kontaktadresse: Karl-Leisner-Verein zur Förderung der überlieferten Liturgie in Kleve, Reymerstr. 12, 47533 Kleve