Introitus zum 5. Sonntag nach Pfingsten

 

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te: adjutor meus esto, ne derelinquas me neque despicias me, Deus, salutaris meus. (Ps.ibid.1) Dominus illuminatio mea et salus mea, quem timebo? 

 

Erhör mein Rufen, Herr, mit dem ich zu Dir flehe: Sei Du mein Helfer, verlaß mich nicht, verschmäh mich nicht, o Gott, mein Heil! (Ps. ebd.1) Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten?

 


Stadtlauf in Bochum führt mitten durch Propsteikirche

So gut gefüllt war die Bochumer Kirche St. Peter und Paul wohl lange nicht mehr: Denn am Sonntag werden dort rund 2.500 "Besucher" erwartet. Die kommen allerdings nicht zum Gottesdienst.

Bistum Essen | Bochum/Bonn - 04.06.2018

 

Vom Haupteingang bis zum Altar und durch die Sakristei wieder raus: Die Route beim Bochumer Stadtlauf "Urban Trail" führt in diesem Jahr mitten durch die Propsteikirche St. Peter und Paul. Zu dem Laufsportereignis am kommenden Sonntag (10. Juni) werden rund 2.500 Teilnehmer erwartet, wie das Bistum Essen mitteilte. Die Läufer seien dazu eingeladen, im Gotteshaus zu verweilen, "Selfies" zu machen und die Atmosphäre des Kirchenraumes auf sich wirken zu lassen. Dadurch sollen laut Bistum Sport und Sightseeing miteinander verknüpft werden.

Blick hinter die Kulissen

Im Unterschied zu ähnlichen Laufveranstaltungen führt die Strecke des Bochumer "Urban Trails" nicht nur an bekannten Gebäuden vorbei, sondern mitten durch sie hindurch. Die in der Innenstadt gelegene Propsteikirche ist in diesem Jahr erstmals Teil des Stadtlaufes. Propsteipfarrei und Cityseelsorge wollen zu dem Anlass etwas "für alle Sinne" bieten, wie das Bistum angab: "Weihrauch riechen, Orgelmusik und Musik einer kirchlichen Marching Band hören, beeindruckende Lichtspiele durch die Kirchenfenster sehen". Der Weg durch die Sakristei nach draußen ermögliche zudem einen Blick hinter die Kulissen des Gotteshauses, hieß es weiter. "Wir wollen die Kirche für alle öffnen und zeigen, dass wir als Kirche als Kulturträger zur Stadt dazugehören", sagte Michael Diek, Pastoralassistent an der Propsteikirche.

Bei den "Urban Trails" handelt es sich um eine Serie von Entdeckungsläufen von rund 10 Kilometern Länge, die durch verschiedene deutsche Städte führen. Der Wettkampfcharakter steht dabei im Hintergrund, eine Zeitmessung existiert nicht. Wie die Veranstalter auf ihrer Webseite angeben, geht es vordergründig um den "Spaß am Laufen, das Erleben von Kultur und Sehenswürdigkeiten".

Die Propsteikirche St. Peter und Paul ist das älteste Gotteshaus der Stadt Bochum. Die 1547 errichtete spätgotische Hallenkirche ersetzte einen durch Feuer zerstörten Vorgängerbau aus dem 11. Jahrhundert. Der Sakralbau war bis 1655 die einzige Kirche der Stadt und zählt darüber hinaus zu den zwölf ältesten Kirchen in Westfalen. (tmg)

 

Er sagte zu ihnen: »Es heißt in der Schrift: ›Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein.‹ Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!« Lukas 19,46

 


Einen sehr gelungenen Beitrag gibt es im Blog "Nachtgedanken" von Uwe Ley:

 

Gestern feierten wir noch Fronleichnam

Zweifelt wer daran, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist,bis daß in Deutschland, in den Großstädten eher als in kleinen der Ruf erschallen wird, daß aus Rücksicht auf den Islam auf öffentliche Fronleichnamsprozessionen zu verzichten sei? Ist nicht davon auszugehen, daß progressive Theologen und dann auch der eine oder andere Bischof sich couragiert so hervortuen werden? Wir Christen dürfen doch nicht die religiöse Gefühle Andersgläubiger verletzen durch die Aussage, daß wir in der Monstranz Gottes Sohn durch die Stadt trügen. Das klingt doch in muslimischen Augen blasphemisch!

Und seine eigene Kultur bewahren wollen, ist rektionär und fast schon verfassungsfeindlich- nicht umsonst werden PEGIDA und die Identitäre Bewegung bei uns verteufelt. Nein, offen sein für alle, das inkludiert eben, das Eigene zu mißachten und nur das Fremde als wertvoll!
In wie vielen kritischen Kommentaren zum Anhängen der Kreuze in öffentlichen Räumen lasen wir, daß das Eigentliche des Christentumes in der Bejahung von dem Multikultiexperiment bestünde und dafür sei das Zeigen des Kreuzes dysfunktional.
Typisch dafür ist das Statement der Leiterin des Neuen Museums München (Katholisch de am 24.5.2018):
"Direktorin Kraus erklärte, sie habe ihren Beschluss bereits dem Kunstministerium mitgeteilt. Es sei schwierig, "in einer zeitgenössischen Institution, die sich mit der Freiheit der Kunst beschäftigt, ein solches Zeichen zu setzen", begründete sie die Entscheidung. Zeitgenössische Kunst lebe davon, "alles zuzulassen und zu dulden". Sie sei unabhängig, wirke integrativ und achte Unterschiede. Insofern passe das Aufhängen des Kreuzes "nicht zusammen mit unserem Thema, mit der Aufgabe unseres Hauses".
Also, die Freiheit der Kunst erlaube es nicht, ein Kreuz aufzuhängen! Weil dies Museum die zeitgenössische Kunst bejahe, deren oberste Maxime sei, "alles zuzulassen und zu dulden",darf da kein Kreuz aufgehängt werden. Alles zulassen schließt eben das Kreuz Christi (und wohl die ganze christliche Religion) aus! Wie sehr müße dann doch erst eine Fronleichnamsprozession unterbunden werden! 
Wie lange wird es wohl noch Fronleichnamsprozessionen geben? Stehen die Kritiker, so geht das nicht weiter!, nicht schon Gewehr bei Fuß, um nach der Kreuzeskritik nun auch das Ende im Idealfall alle Prozessionen zu verlangen, denn um des Respektes vor den anderen Religionen dürfe  das Katholische nicht öffentlich anstoßerregend praktiziert werden!
Haben das nicht vorbildlich Kardinal Marx und der EKD-Vorsitzende schon praktiziert in ihrer Kreuzablegaktion aus Respekt vor dem Islam und kritisierten denn nicht auch Beide einmütig das Kreuzeaufhängenlassen durch die bayrische Staatsregierung? 
Wer wird wohl als erster Steine wider die Fronleichnamsprozession werfen? Sicher ein Gutmenschkatholik!     

Zusatz
BERGKAMEN. Eine Fronleichnamsprozession im Ruhrgebiet am heutigen Donnerstag findet aufgrund erhöhter Sicherheitsbestimmungen nicht statt  Junge Freiheit, 31.Mai 2018. Da die Gemeinde sich nicht in der Lage sah, die Sicherheitsbestimmungen zu realisieren, wurde die Prozession abgesagt. Warum bedarf es wohl da in Bergkamen so vieler Schutzmaßnahmen für diese Prozession und vor wem mußte sie so geschützt werden?   

Nachdem unserer amtierender Papst Franziskus in einem Interview mit seinem Freund und bekennenden Atheisten Eugenio Scalfari erneut für mehr als Stirnrunzeln gesorgt hat, indem er mitteilte, dass sich die Seelen der Sünder nach dem Tod einfach auflösen und damit indirekt die Existenz einer Hölle ausschloss, reagierte nun erneut Kardinal Burke und kommentierte diesen Vorgang in einem am Gründonnerstag erschienenen Interview im Nuova Bussola Quotidana als über das mittlerweile erträgliche Maß hinaus-gehend. Dieses Interview kann bei katholisches.info gelesen werden.

 


 Ein sehr interessanter Artikel ist bei Summorum-Ponteficum.de zu finden (http://www.summorum-pontificum.de/themen/glaubenskrise/1298-kirche-ohne-gott-und-gedoens.html).

 

Berichtet wird über ein Interview, dass der Deutschlandfunk mit dem Münchener Pfarrer Rainer Maria Schießler führte, dessen Aussagen jedem Christen, der sich der Tradition der katholischen Kirche bewusst ist, der seine Bibel kennt und versucht, den Geboten Gottes zu folgen,  klar werden lässt, warum die Kirche in dem Zustand ist, in dem sie sich heute befindet. Fragen zur Kommunion und konfessions-verschiedenen Ehen seien nur "Gedöns". Arme deutsche Kirche im Jahre 2018 A. D.


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Mit diesem Buch liefert der Autor ein flammendes Plädoyer für die überlieferte Heilige Messe und den Gregorianischen Choral. Kwasniewski schildert praxisnah seine Lebenserfahrungen mit dem Novus Ordo und der überlieferten Heiligen Messe. Sein Vergleich zwischen beiden Formen des Römischen Ritus kommt einer Bankrotterklärung heutiger Liturgiepraxis gleich. Der "liturgische Liberalismus" mit seinen liturgischen Missbräuchen und Irrlehren hat aus seiner Sicht zahlreiche Verfallserscheinungen und Defizite verursacht. Kernelemente katholischer Spiritualität wurden durch die Liturgiereform bis zur Unkenntlichkeit verwässert. In einer geradezu euphorischen Angleichung an den Zeitgeist der Moderne wurde eine Gottes- und Traditionsvergessenheit heraufbeschworen. Ein wichtiges Heilmittel zur Überwindung der Krise in Kirche, Liturgie und gelebtem Glauben sieht der Autor in der Wiederentdeckung der katholischen Tradition.

Peter Kwasniewski, geb. 1971 in Chicago, lehrt z. Zt. Theologie als Professor am Wyoming Catholic College in Lander (USA).

ISBN 978-3-926377-42-5


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